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IMHO: Über den Sinn und Nutzen von Flattr

Posted in IMHO By Gordon Breuer 3 Comments Tagged Under : , , ,


Wie kommen die Leute eigentlich immer auf diese Namen? “Flickr”, “Flattr”, … habe ich ein Memo verpasst und mehr als ein Vokal pro Name sind “uncool”? Eigentlich verwunderlich, dass es nicht auch “Twittr” heißt. Aber ich schweife – noch ehe ich angefangen habe – ab!


flattr-logo-betaSeit März dieses Jahres ist Flattr in einer Beta-Phase online. Dabei handelt es sich um ein (weiteres) soziales Netzwerk, auf dem man beispielsweise Blogartikel, aber auch andere Onlinebeiträge, Musik, Bilder und Videos “pushen” kann. Doch anders als bei Diensten wie “Digg” steckt hinter jedem positiven Voting bares Geld! Wer bereit ist monatlich mindestens 2 Euro auszugeben kann sich – momentan noch einen gültigen Beta-Key vorausgesetzt – anmelden und ab sofort Beiträge mit einem entsprechenden Button flattrn… flattern… flattren… was auch immer. Am Ende des Monats wird die Anzahl meiner Klicks addiert und die Summe, die ich bereit war auszugeben, gleichmäßig auf alle geklickten Inhalte verteilt. Klingt komisch, also hier ein kurzes Beispiel:

Pro Monat zur Verfügung gestellter Betrag: 2,00 EUR
In diesem Monat angeklickte Flattr-Buttons: 17
Jeder meiner Klicks war also rund 11 Cent wert, denn 10% behält der Anbieter.

Dabei kann man einen Button pro Monat nur einmal anklicken. Der jeweilige Empfänger kann übrigens nicht sehen, wer ihn angeklickt hat – doch anonym ist man dennoch nicht, da Flattr selbst natürlich alle Transaktionen (und Klicks) detailiert protokolliert.

aboutpixel.de - zur Kasse… © Norbert AnspachMöchte man nun Inhalte wie beispielsweise Blogpostings oder Online-Artikel für Flattr-Klicks verfügbar machen, muss man selbst ebenfalls einen aktiven Account haben. Das wiederum setzt voraus, dass man mindestens 2 EUR im Monat bezahlt. Dann jedoch kann man theoretisch beliebig viele “Klicks” von anderen erhalten. Bleibt also nur noch die Frage, ob sich der Dienst für die eigene Seite überhaupt lohnt.

Wenn man mal ganz objektiv nachrechnet lohnt sich Flattr eigentlich erst und nur dann, wenn man über den Dienst mehr als die eigenen monatlichen Kosten wieder rein bekommt. Doch das muss (und soll!) meiner Meinung nach nicht die Hauptmotivation sein. Ich sehe Flattr vielmehr als eine art freiwillige Spende oder – wer ungerne als digitale Version des “Bettlers in der Fußgängerzone” betrachtet werden möchte – ein schnelles und unkompliziertes “Danke”.

flickr.com - © nomsaleenaIn Amerika ist es u.a. in vielen Blogs schon lange üblich einen Paypal-Button zu haben mit der Aufforderung “Du bist dran mit Kaffee holen!” oder ähnlichem. Wenn uns jemand behilflich war bedanken wir uns normalerweise und jemanden auf einen Kaffee einzuladen ist einfach, unverbindlich und macht keine großen Umstände. Und genau diese Mentalität wird hier versucht auch auf die digitale Welt zu übertragen: Wenn ich dir geholfen habe und dir vielleicht sogar Zeit und Ärger erspart habe freut mich das! Und wenn du dich revanchieren möchtest gib mir einfach “einen Kaffee” aus bzw. das monetäre Äquivalent hierzu, also vielleicht 1$. Nur zu gerne vergisst man, dass den Leuten, die anderen freiwillig und oft uneigennützig im Internet mit Artikeln helfen, durchaus reale Kosten entstehen: Die Zeit die man zum Schreiben benötigt, das Webhosting mit Traffic, die eigene Domain… und dennoch machen es viele, einfach weil es ihnen Spaß macht.

Der “Kaffee” über Paypal ist eine Möglichkeit, aber es ist auch aufwändig: Einloggen (dafür den Passwort-Manager starten),  einen plausiblen Betrag überlegen, Zahlungsmethode auswählen, Bestätigen, … selbst wenn die eigentlichen Gebühren nur wenige Cent betragen, der damit verbundene Zeitaufwand ist mir dann doch oft zu hoch. Deshalb mag ich Flattr: Gefällt mir ein Inhalt und ich möchte dem Autor “Danke” sagen, klicke ich auf den Flattr-Button und … fertig! Selbst die Kosten kann ich bequem über einen Schieberegler für einen Monat festlegen, und wenn ich einmal besonders viele Sachen toll fand ist es auch kein Problem kurzfristig mal den monatlichen Betrag zu erhöhen damit alle auch ein wenig mehr bekommen.

flickr.com - © J. StarKlar, ich habe Flattr auch bei mir im Blog eingebunden. Und ich freue mich natürlich auch, dass mir im ersten Monat 0,91 EUR gutgeschrieben wurden. Ganz unabhängig von dem Geld, dass ich selbst ausgab: Es gab Leute denen das was ich geschrieben habe eine (symbolische) Kleinigkeit wert war!
Klar, große Inhaltsanbieter werden viel größere Summen monatlich erzielen, wie beispielsweise die TAZ, und im Gegenzug vermutlich nur wenig an die Community zurückgeben. Meine Hoffnung ist, dass es dennoch auch für andere Betreiber sowohl ein Ansporn ist qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren, als auch die Arbeit derer zu belohnen die sich hierfür die nötige Zeit nehmen, auch ohne etwas dafür zu fordern.

Einfach mal “Danke” sagen! :-)

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Mai

dotnet Cologne 2010: Ein Rückblick (aktualisiert 3)

Posted in Allgemein, IMHO By Gordon Breuer 0 Comments Tagged Under : ,


dc2010_Teilnehmer_180x80Aktualisierung: Neue Links hinzugefügt sowie eine Anmerkung zum Windows Phone 7 Beitrag von Peter Nowak ergänzt.

Aktualisierung 2: Weitere Links zu Blogpostings und Hinweis auf Gewinnspiel von Albert Weinert hinzugefügt.

Aktualisierung 3: Blog-Artikel von Peter Nowak verlinkt, in dem er Infos und Beispiele seines “Silverlight für Windows Phone 7”-Vortrages nachreicht.


Nach dem ich einige Konferenzen in der Vergangenheit in letzter Minute doch nicht besuchen konnte, hatte ich mir für die dotnet Cologne 2010 fest vorgenommen den Termin nicht platzen zu lassen. Erstaunlicherweise hat das sogar funktioniert. Noch erstaunlicher war die Fahrt mit der Bahn, die sowohl pünktlich als auch ohne Probleme stattfand: Keine Verspätungen, Sitzplatz-Reservierung im ICE war wie gewünscht, alle regionalen Anschlüsse bekommen. Warum klappt das nicht immer so?

Um der DC2010 ausgeschlafen gegenübertreten zu können bin ich bereits donnerstags angereist. Gut gelaunt wurden dann am Freitag die ersten Hände geschüttelt und endlich bekamen einige bekannte Namen aus der Community auch ein Gesicht! Vielleicht hätte ich mir stattdessen auch rechtzeitig einen Platz für die Keynote von Roland Weigelt sichern sollen: Als diese anfing war der Saal schon voll und man hätte sich nur noch mit viel Dazwischenquetschen einen Stehplatz erhoffen können. Dafür war in der Zwischenzeit aber beim Frühstücksbuffet kaum noch etwas los – lecker! :-)

Mehr...

Jun

Das drei?-Stöckchen

Posted in Unterhaltung, IMHO By Gordon Breuer 2 Comments Tagged Under :


In den letzten Wochen war ich nur wenig aktiv an meinem Blog am arbeiten (was für ein schönes Beispiel für die deutsche Verlaufsform!). Auch im Live-Messenger oder in den einschlägigen Foren hat man mich nicht groß gesehen. Es gab einfach viel zu tun. Zum einen die Vorbereitungen für meine Abschlussprüfung, zum anderen auch durch die Prüfung liegen gebliebene Arbeit im Büro. Noch warte ich auf die Ergebnisse meiner Mühen, aber ich bin guter Dinge das mich die Ergebnisse befriedigen werden!

Da kommt mir das drei?-Stöckchen von Flowsens als Ablenkung gerade recht. Und wenn ich es mir recht überlege ist das sogar mein erstes Blog-Stöckchen! Also, los gehts… :-)

Die Regeln

Jeder Beworfene überlegt sich drei Fragen, deren Antworten ihn von anderen interessieren. Wenn möglich sollten das keine Fragen sein, die Grundsatzdiskussionen auslösen, es soll ja Spaß machen!

Diese Fragen beantwortet der Stöckchenwerfer zunächst selber und wirft den Drei?Stock dann an drei Blogger weiter. Leserantworten auf die gestellten Fragen per Kommentar sind natürlich ausdrücklich erwünscht!

Wer das Stöckchen zugeworfen bekommt, beantwortet die Fragen bitte erst als Kommentar beim Werfenden und überlegt sich dann selber auch drei Fragen für den eigenen Drei?Stock und wirft es wiederum an drei Blogger weiter.


Flowsens Fragen

Die gestellten Fragen und meine Antworten darauf gibt es hier zum nachlesen. Hey, Flo: Aktivier mal html-Kommentare – da kann man ja gar nichts ordentlich formatieren. Zumindest bold und italic wären schön ;-)

Meine “???”…

  1. Welchen Beruf habt ihr und wie seit ihr dazu gekommen?
  2. Wie sieht bei euch die prozentuale Aufteilung der zur Verfügung stehenden 24 Stunden eines durchschnittlichen Tages in verschiedene Aktivitäten aus?
  3. Seit wann und warum habt ihr überhaupt ein Blog?

…an folgende Blogger

  1. Jan Welker, .NET and Community
  2. Thomas Bandt, Thomas goes .NET
  3. Mathias Raacke, OutOfCoffeeException

Und natürlich an alle, die auch noch mitmachen wollen – schnappt euch einfach das Stöckchen!

DotNetKicks-DE Image
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Mai

Mein Kampf … mit Windows 7 RC

Posted in IMHO By Gordon Breuer 2 Comments Tagged Under : , , , , , , , , , , , , , ,


(c) Photocase.com Eigentlich hätte alles ganz einfach sein müssen. Am 05. Mai das Image für die 32-Bit und 64-Bit Version des neuen Release Candidate von Windows 7 herunterladen, zu Hause kontrollieren ob alle Daten ordnungsgemäß gesichert oder synchronisiert wurden, die neue Version aufspielen und sich über die vielen neuen Features und Bugfixes freuen. Eigentlich…

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag legte ich die gebrannte DVD mit Windows 7 RC 64-Bit in das Laufwerk ein und startete die Installation. Da alle wichtigen Daten entweder per Live Mesh in-the-cloud synchronisiert waren oder auf einer anderen Festplatte gespeichert wurden löschte ich kurzerhand die bisherige Systempartition mit der Windows 7 Beta. Doch als ich die nun leergefegte Festplatte als Ziel zur Installation auswählen wollte, verweigerte sich mir das Setup mit einer nichtssagenden Fehlermeldung. Das Problem hatte ich bereits bei der Installation von Vista und der Win7-Beta und es kostete mich damals rund zwei Stunden Recherche und Testen. Dafür kannte ich die Lösung dieses mal bereits:

Problem: Windows Vista / Windows 7 lässt sich nicht auf einer SATA-Festplatte installieren, wenn noch eine IDE-Festplatte mit höherer Priorität angeschlossen ist.

Lösung: Im Bios finden sich meist auf dem Eingangsbildschirm die Einstellungen für alle IDE- bzw. SATA-Ports. Hier wird meist automatisch eingetragen, welches Gerät jeweils angeschlossen wird. Sollte der beschriebene Fehler auftreten können die Festplatten, welche sich an einem IDE-Port befinden, einfach deaktiviert werden. Nach der Installation können die Ports wieder auf automatische Konfiguration umgestellt werden, Windows Vista bzw. Windows 7 erkennen die Festplatten jedoch auch bei deaktivierten Bios-Einträgen.

Nach dieser kleinen Hürde ging der Rest der Installation dann gewohnt zügig: Nach knapp zwanzig Minuten waren alle Kopier- und Konfigurationsarbeiten abgeschlossen und ich befand mich zum ersten mal auf dem Desktop des 7100 Builds. Inzwischen habe ich im Installieren und Einrichten von den unterschiedlichsten Betriebssystemen soviel Übung, dass ich viele Konfigurationseinstellungen schon ganz automatisch mache. Meistens laufen auch mehrere Downloads von Updates und Treibern parallel im Hintergrund während bereits die ersten Programme installiert und konfiguriert werden. Doch dieses mal wurde ich jäh in meinem Arbeitsfluss unterbrochen mit etwas, dass ich zuletzt unter Windows XP zu Gesicht bekam: Der gefürchtete BSOD, der Blue Screen of Death. Mehr...

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