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Zeit für ein zeitloses Posting

28 Dec 2008 . Unknown . Comments

Es ist in letzter Zeit ein wenig ruhiger hier in meinem Blog geworden. Nur ein kleiner Artikel im Dezember bisher, das ist etwas wenig wenn man die zwei bis drei Artikel pro Woche in der Zeit davor betrachtet. Gab es nichts zu berichten? Keine Zeit das berichtenswerte auch schriftlich festzuhalten? Warum dann aber auch so wenig aktuelle Twitter-Nachrichten?

(c) Photocase.com Zunächst die gute Nachricht: Ich habe weder “nichts” zu berichten noch habe ich das Interesse am Blog oder an der Community verloren. In letzter Zeit habe ich mich mit vielen interessanten Dingen beschäftigt, viel neues ausprobiert und auf meiner ToDo-Liste, die der Windows Live Writer liebevoll “Drafts” nennt, stehen einige Themen zu denen ich Artikel vorbereitet oder angefangen habe. Allerdings bin ich kein Freund von “Notiz-Postings” mit 3 Sätzen und einem Link. Und ein Gebirge, in dem nur das Echo anderer Blog-Artikel widerhallt, ist meine Seite auch nicht. Wenn ich über ein interessantes Thema bereits in einigen einschlägigen Blogs gelesen habe, dann muss ich das ganze nicht etwas anders dekorieren und meinen Lesern als aufgewärmtes Essen erneut servieren. Etwas anderes ist es, wenn ich denke einen differenzierten Blickwinkel zu haben oder auch einen bisher unerwähnten Aspekt stärker hervorheben zu müssen. Aber ein solcher Artikel benötigt zweierlei Dinge: Zeit für die Recherche und das Schreiben, aber auch – und das ist wichtig – ein wenig Lust es zu formulieren und zu veröffentlichen.

(c) Photocase.com Der erste Punkt, die Zeit für das Recherchieren und Schreiben, ist natürlich immer so eine Sache. Wenn man viele Stunden am Tag im Büro verbringt möchte man in seiner Freizeit oft etwas anderes machen. Viele haben ihre Familie und Freunde als Ausgleich oder ein Hobby, dass möglichst wenig mit der Arbeit zu tun hat. Hat man sich aber die Zeit genommen, ist der Artikel meist vorbereitet schon im Kopf. Fehlt der wichtige zweite Punkt: Das Formulieren und Veröffentlichen. Ich schreibe gerne und viele sagen auch, dass ihnen meine Texte gefallen; etwas das ich natürlich wie jeder andere auch gerne höre. Allerdings steckt dahinter mehr Arbeit als einfach nur seine Gedanken schriftlich festzuhalten: Man macht sich Gedanken über Formulierungen, stilistische Mittel, lockert den Text für seine Leser möglichst soweit auf das diese auch bei längeren Absätzen noch gerne weiterlesen. Doch ist das keine reine Fleißarbeit sondern vor allem auch eine kreative Tätigkeit. Man muss dafür den Kopf frei haben um nicht mit allen möglichen anderen Dingen abgelenkt zu sein. Und hier liegt bei mir im Moment der sprichwörtliche Hund begraben. Nein, ich habe kein Haustier zu Grabe getragen, ich kann Hunde nicht einmal besonders leiden – aber gerade in der Vorweihnachtszeit denkt man an soviele andere Dinge, dass mir für das Schreiben einfach kein Elan mehr blieb.

Gar keiner? Nunja, das stimmt nicht ganz. In den letzten Monaten habe ich für den Newsletter der Firma bei der ich arbeite einige Artikel geschrieben. Neben einer Kolumne zum Thema “Sicherheit” kamen dann noch viele kleine Artikel dazu. Auch für den Ultima Online Freeshard “Land of Dreams: The Renaissance”, den ich zusammen mit einem Arbeitskollegen betreibe, habe ich wieder vermehrt an der Programmierung gearbeitet. Da es hier auch um “Questen” ging, mussten auch zahlreiche Texte geschrieben werden – und die mittelalterliche Sprache der Fantasywelt machen die Sache nicht unbedingt einfacher. Aber das habe ich alles gerne gemacht und es deshalb um so mehr bedauert, dass ich mein eigenes Blog vernachlässigt habe.

(c) Photocase.com Einige mögen sich auch fragen, wieso ich nicht wenigstens ein Posting á la “Frohe Weihnachten all’ meinen Lesern” geschrieben habe. Natürlich wünsche ich allen eine besinnliche Weihnachtszeit, aber für die meisten ist das ehemalige “Fest der (Nächsten-)Liebe” doch sowieso nur noch ein Konsumkampf geworden: Parkplatzsuche, überfüllte Geschäfte, Weihnachtsmärkte mit 90% “Fressbuden”-Anteil und die alljährliche Frage “Was schenke ich nur?”. Das, was wir alle am meisten gebrauchen könnten, mehr Zeit und Ausgeglichenheit, kann man schlußendlich von niemandem geschenkt bekommen außer von uns selbst. Warum sollen wir also eine Floskel wie “Frohe Weihnachten” überhaupt in die Welt schrei(h|b)en wenn wir uns selber auch nicht daran halten? Ich bekam soviele E-Mails und Postkarten mit Weihnachtsgrüßen wie noch nie, doch als Absender waren es fast immer irgendwelche Versandhäuser oder andere Firmen, die in Wirklichkeit sich selbst mit steigenden Umsätzen gratulieren möchten. Gute Vorsätze? Um es mit den Worten von Bernhard Hoëcker zu sagen: “Wer sich etwas fürs neue Jahr vornimmt hat es nur wieder verschoben.

Ich möchte mich deshalb an dieser Stelle bei allen Besuchern und (regelmäßigen) Lesern meines Blogs bedanken; für ihre Treue und ihre Meinung in Form von Kommentaren und E-Mails. Auch im neuen Jahr werde ich hoffentlich noch viele neue Leser dazugewinnen können und verspreche an dieser Stelle schon einmal zahlreiche interessante Artikel zu den verschiedensten Themen so dass hoffentlich für jeden etwas lesenswertes dabei ist. Vorschläge für Themen sind natürlich ebenso gerne gesehen – wenn es mein Interesse weckt werde ich darauf auch sehr gerne eingehen.

Ich wünsche allen meinen Lesern deshalb jetzt schon ein erfolgreiches neues Jahr mit dem Wunsch, dass jeder mit sich selbst ein wenig zufriedener wird!

Questions/Suggestions
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