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dotnet Cologne 2010 - Ein Rückblick (aktualisiert 3)

31 May 2010 . Unknown . Comments

dc2010_Teilnehmer_180x80Aktualisierung: Neue Links hinzugefügt sowie eine Anmerkung zum Windows Phone 7 Beitrag von Peter Nowak ergänzt.

Aktualisierung 2: Weitere Links zu Blogpostings und Hinweis auf Gewinnspiel von Albert Weinert hinzugefügt.

Aktualisierung 3: Blog-Artikel von Peter Nowak verlinkt, in dem er Infos und Beispiele seines “Silverlight für Windows Phone 7”-Vortrages nachreicht.


Nach dem ich einige Konferenzen in der Vergangenheit in letzter Minute doch nicht besuchen konnte, hatte ich mir für die dotnet Cologne 2010 fest vorgenommen den Termin nicht platzen zu lassen. Erstaunlicherweise hat das sogar funktioniert. Noch erstaunlicher war die Fahrt mit der Bahn, die sowohl pünktlich als auch ohne Probleme stattfand: Keine Verspätungen, Sitzplatz-Reservierung im ICE war wie gewünscht, alle regionalen Anschlüsse bekommen. Warum klappt das nicht immer so?

Um der DC2010 ausgeschlafen gegenübertreten zu können bin ich bereits donnerstags angereist. Gut gelaunt wurden dann am Freitag die ersten Hände geschüttelt und endlich bekamen einige bekannte Namen aus der Community auch ein Gesicht! Vielleicht hätte ich mir stattdessen auch rechtzeitig einen Platz für die Keynote von Roland Weigelt sichern sollen: Als diese anfing war der Saal schon voll und man hätte sich nur noch mit viel Dazwischenquetschen einen Stehplatz erhoffen können. Dafür war in der Zwischenzeit aber beim Frühstücksbuffet kaum noch etwas los – lecker! :-)

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Rainer Stropek Ab 10:25 Uhr fingen dann die ersten Vorträge an. Den Anfang machte bei mir Rainer Stropek mit “Blauer Himmel Teil 1 – Einführung in Windows Azure”. Bisher hatte ich noch nicht die Gelegenheit mit Azure zu arbeiten und fand die Einführung von Rainer hier sehr hilfreich. Das Thema Cloud-Computing wurde von ihm sehr anschaulich, aber auch recht schonungslos behandelt. So hat er klar gemacht, dass sich Anwendungen “in the cloud” nicht für jeden Zweck eignen, vor allem wenn es Rechtsunsicherheiten gibt was die Datenhaltung im Ausland betrifft. Auch die Kosten sind ein kritischer Punkt, der erste Schritt soll laut Rainer Stropek also immer der Griff nach einem Taschenrechner sein.

Stefan Lange Die zweite Session führte mich nach Nürnberg – zumindest raumtechnisch – zu Stefan Lange mit seinem Vortrag “Neues in Silverlight 4”. Eine Stunde reicht bei weitem nicht um alle Neuerungen im Detail zeigen zu können, doch Stefan hat hier eine ganz gute Auswahl zum Vorführen getroffen. Auch wenn bei dem einen oder anderen neuem Feature noch nicht ganz klar ist, wozu sie in der Praxis gut sein können: Die visuellen Möglichkeiten sind beeindruckend und machen Lust auf mehr!

Thorsten Hans Wieder zurück nach “Köln” (wer hat sich eigentlich diese Raumbezeichnungen ausgedacht?!) ging es dann gegen 13 Uhr weiter mit “Von 0 auf MSBuild 4.0 in 45 Minuten” von Thorsten Hans. Diese Präsentation hat mir vermutlich am meisten gebracht: Mir war vorher gar nicht bewusst wie mächtig die MSBuild-Scripte – besser bekannt als Projektdateien – sind! Hier werde ich auf jeden Fall noch einiges zu lesen und ausprobieren. Aus den anvisierten 45 Minuten wurden dann auch ganz schnell 60 und als wir dann zum Mittagsbuffet stießen tobte dort bereits eine Schlacht.

Stefan Lieser Meine “Lunch Session” bestand dann auch lediglich aus einer Portion TypeMock Isolator für Brownfield-Anwendungen, garniert mit einem kräftigen Spritzer Clean-Code-Paradigmen; das Ganze in bekömmlichen kleinen Häppchen serviert von Stefan Lieser in einer unvergleichbaren Vortragsart die durchaus Lust auf mehr machte. Im Anschluss gab es noch zwei bzw. drei Lizenzen von Typemock zu gewinnen und für alle anderen die leer ausgingen immerhin einen Gutschein für 25% Rabatt.

Gregor Biswanger Etwas schwerer hatte es da schon Gregor Biswanger im Anschluss mit seinem Vortrag “Debugging in Deep mit VS2010 und WinDbg”. Der Schwerpunkt lag hier wohl definitv auf den Debugging-Möglichkeiten vom Visual Studio, die viele wohl nur recht rudimentär nutzten. Auch hier konnte ich einige neue Ideen mitnehmen auf die ich bei der Fehlersuche in Zukunft sicher noch zurückgreifen werde. Etwas zu kurz kam dabei für mein Empfinden allerdings das Debuggen von Web-Anwendungen, dass noch mal eine ganz andere Herausforderung darstellt. Auch auf das Tool WinDbg wurde erst recht spät eingegangen. Wobei ich hier gestehen muss, den Vortrag etwa 10 Minuten früher verlassen zu haben – mich plagte ein menschliches Bedürfnis nach einem “stillen Örtchen” und anschließend war auch am Buffet mit dem Nachmittags-Gebäck noch wenig los.

Peter Nowak Nach einer kleinen Stärkung dann also auf zur nächsten Runde nach “Bremen” zu Peter Nowak und “Silverlight für Windows Phone 7 Series”. Und auch wenn Peter viele Detailfragen mit “Interessant, würde ich auch gerne wissen…” beantwortet hat war die Session an sich einfach klasse! Bei der genial lockeren Vortragsweise hat man ganz nebenbei einige interessante Blicke auf den Windows Phone 7 Emulator werfen können, den einen oder anderen Vergleich mit Eier-Produkten gezogen und schließlich verging die Zeit so rasend schnell, dass am Ende trotz dem Weglassen vieler Demos Albert Weinert mehrfach auf das Ende der Zeit hinweisen musste. Gestört hat das Überziehen wohl niemanden, auch wenn es einige Enttäuschungen in Hinblick auf das neue Consumer-Mobile-Gerät von Microsoft gab. Und wieso man zwar nur noch mit Silverlight für das Windows Phone 7 entwickeln kann, aber der Internet Explorer Mobile nicht in der Lage ist Silverlight anzuzeigen, wird wohl ein Geheimnis von Microsoft bleiben.

Nachtrag: Beim Chatten mit Peter habe ich zum letzten Punkt, Silverlight im Internet Explorer Mobile, noch ein paar Informationen erhalten die während der Session aus Zeitgründen untergegangen waren. Zwar wird für das Windows Phone 7 mit Hilfe von Silverlight entwickelt, jedoch mit einer leicht anderen Runtime-Version. Das “Mobile-Silverlight” basiert auf dem .NET Compact Framework wohingegen das “Desktop-Silverlight” auf dem ganz normalen .NET Framework basiert. Das hat neben einigen Phone-Spezifischen Anpassungen (wie dem Panorama-Steuerelement und anderen Touch-Funktionen) auch zur Folge, dass eine für das “Desktop-Silverlight” entwickelte Applikation nicht nativ auch im Mobile-Browser funktioniert. So betrachtet ergibt das also durchaus einen Sinn, wenn das für den normalen Consumer-Benutzer auch schwer zu vermitteln sein wird. Da es sich bei Windows Phone 7 aber um ein 1.0er Release handelt sind hier für die Zukunft noch alle Türen offen und die CE 6/7 Basis erleichtert das Updaten später ebenso. Warten wir also ab wie sich das Windows Phone entwickeln wird, das  iPhone hatte in seiner ersten Version auch einige Kinderkrankheiten die erst später beseitigt wurden. Danke noch mal an Peter für den Nachtrag / Hinweis :-)

Weitere Informationen und die aus Zeitgründen nicht mehr gezeigten Beispiele finden sich nun in Peters Blog: dotnet Cologne 2010: Silverlight für Windows Phone 7

Christoph Wille Gegen 17:30 Uhr hatte ich dann leider meinen Tiefpunkt erreicht was die Aufmerksamkeit anging: So interessant das “Managed Extensibility Framework (MEF)”, von Christoph Wille vorgestellt, auch sein mag, es fiel mir schwer den Ausführungen zu folgen. Das lag zum einen sicher an der fortgeschrittenen Uhrzeit, dem ausgelassenen Mittagessen und schlußendlich auch daran, dass ich meine Kontaktlinsen vergessen hatte und den sehr codelastigen Vortrag trotz Beamer kaum verfolgen konnte. Eigentlich sehr schade, aber ganz sicher nicht die Schuld vom Christoph. Hier werde ich also auf eigene Faust noch mal ein wenig Nachrecherchieren müssen!

Als um 18:40 Uhr die Verlosung anfing wurde mir schnell bewusst, was ich in der überfüllten Keynote verpasst hatte: Man hätte einen Zettel von den anwesenden Sponsoren und Partnern abstempeln lassen müssen und diesen dann zur Verlosung einreichen um eine Chance auf einen Gewinn zu haben! Das hätte ich früher wissen müssen, jetzt war es dafür wohl ein wenig zu spät :-(
Aber wenigstens den Bewertungsbogen konnte ich noch in Ruhe ausfüllen und abgeben – als Dankeschön gab es immerhin eine blaue “dotnet Cologne 2010”-Tasse.

29248_1434706460945_1031435211_31278856_6906674_n Sicherlich ein weiteres Highlight fing dann erst um 19 Uhr an: Die Grillfete des .NET-Forums! Letztes Jahr hatten wir beim EYSA-Wettbewerb von Microsoft den ersten Preis gewonnen, eine Grillfete für die Community die wir nun auch endlich veranstalten wollten. Da hat sich die dotnet Cologne geradezu angeboten und mit rund 100 Leuten waren auch viele gerne noch ein wenig länger geblieben. Kurz nach 23 Uhr habe ich mich dann doch so langsam auf die Suche nach einem Taxi gemacht (“Broadcast: Ciao!”) und mich schließlich auf mein Bett gefreut. Alles in allem war es ein langer, anstrengender, aber auch durchweg lohnender und lehrreicher Tag von, mit und in der Community gewesen und ich freue mich schon auf nächstes Jahr! :-)

In diesem Sinne noch einmal ein großes Dankeschön an die Veranstalter, Sponsoren, Sprecher und einfach an alle die dabei waren!

Bildergalerien:

Weitere Artikel / Berichte:

Und ein Gewinnspiel zum Schluss:

Albert Weinert hat ein kleines Gewinnspiel zu Artikeln über die dotnet Cologne 2010 gestartet: Schreibt über die dotnet Cologne 2010, stürmt dotnet-kicks.de und gewinnt ein Tekpub Abo

Questions/Suggestions
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