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Jenseits des Buches - Eine Ultrabook-Referenz von Intel

27 Aug 2013 . Unknown . Comments

Wer heutzutage Software entwickelt hat es nicht leicht: Nicht nur das es die unterschiedlichsten Plattformen gibt, welche für die Entwicklung auch alle ihre eigenen IDEs, SDKs und WTFs haben. Heutige Alltags-Hardware kann auch immer mehr: Beschleunigungssensoren, elektronischer Kompass, GPS, WLAN, Bluetooth, NFC, Gyroskop, Helligkeitssensor, Lagesensoren, Kameras, … was heute in Geräten so groß wie eine Streichholzschachtel passt ist fast unglaublich. Und es soll immer mehr werden - und immer kleiner, dünner, leichter, langlebiger (Laufzeit).

Beautiful female download online pictures indoorDas ermöglicht einem als Entwickler natürlich völlig neue Möglichkeiten mit dem Benutzer und seiner Umgebung zu interagieren. Natürlich muss man sich nicht für jedes einzelne Gerät neu überlegen, wie man alle diese Komponenten ansteuern und verwenden kann, das erledigen die Hersteller mit Bereitstellung eines SDKs für einen. Auch für den schnellen Test zwischendurch gibt es bequeme Möglichkeiten: Emulatoren, zumeist als fester Bestandteil nahtlos mit der IDE und dem Build-Prozess verknüpft, können zum Testen der eigenen Anwendungen hergenommen werden und - je nach Funktionsumfang - zahlreiche Einflüsse von außen simulieren: Eine Fahrt mit Auto ist nichts weiter als die regelmäßige Übermittlung von Längen- und Breitengraden anhand einer vorgegeben Strecke. Drehung und Neigung kann man mit einem 3D-Modell und einem Koordinatensystem auch noch irgendwie simulieren. Und der Helligkeitssensor bekommt seinen Input von einem kleinen Schieberegler. Aber was ist, wenn ich die Interaktion zwischen meiner Anwendung und einigen NFC-Tags testen möchte? Außerdem brauche ich für meine Augmented Reality-App ein Live-Kamerabild und das Simulieren von Multitouch-Gesten mit nur einer Maus sind schon ziemliche Herausforderungen.

Als Consultant bei msg systems habe ich natürlich ein Notebook von der Firma gestellt bekommen, ein Dell Latitude. Ein wirklich schickes Gerät, vor allem richtig flott dank 250GB SSD-Festplatte. Allerdings sind jetzt keine besonderen Extras verbaut: Ein 3G-Modem ist noch integriert um auch unterwegs und beim Kunden zu arbeiten, aber weder Webcam noch irgendwelche Sensoren, geschweige denn ein Touchscreen. Um diese Kompontenten auch selbst aktiv testen zu können hatte ich mir zunächst das Acer Iconia W700 geholt und dann ein Surface Pro, trotz etwas kleinerem Display mein absoluter Favorit wegen dem Digitizer-Stift mit Wacom-Technologie. Beide “Tablets” werkeln mit einem Core-i5-Prozessor von Intel und verfügen so über genügend Rechenleistung neben den zahlreichen Sensoren on-board. Aber auch mit angeschlossener Zusatzhardware (Monitor, Tastatur, Maus) ist die Softwareentwicklung auf Dauer etwas mühsam.

Intel Ultrabook i7-3667U, hochkant

Eine Zwischenlösung muss also her, und hier kommt nun die bereits im Titel genannte Firma Intel ins Spiel: Dank der Unterstützung von Gregor Biswanger habe ich als aktiver Entwickler und Sprecher für Vorträge von Intel ein so genanntes Ultrabook Referenz-Model erhalten. Solche speziellen Geräte sind nicht für den Massenmarkt gedacht, sondern zeigen eine mögliche Beispiel-Implementation verschiedenster Hard- und Softwarekomponenten in einem Gerät; eben eine Referenz für andere Hersteller und Modelle. Das bedeutet aber nicht, dass es ein grauer und stilloser Brocken mit zufällig zusammengewürfelter Technik ist, ganz im Gegenteil: Das Ultrabook macht seinem Namen alle Ehre!

Mit seinem Multitouch-Bildschirm (bis zu 5 Touch-Punkte gleichzeitig) im 16:9-Format und etwa 34cm Bildschirmdiagonale macht das Arbeiten auf dem vorinstalliertem Windows 8 sofort (~2 Sekunden Bootzeit) Freude. Doch nicht nur einen Touchscreen kann das Ultrabook vorweisen: Auch zahllose Sensoren (Beschleunigung, Kompass, Helligkeit, …), eine Frontkamera und NFC (neben dem üblichen Bluetooth und WLAN natürlich) machen es zum idealen Entwickler-Testgerät.

Intel Ultrabook i7-3667U, Seitenansicht

Das Gehäuse ist zugeklappt dennoch dünner als mein kleiner Finger und läuft nach vorne flacher werdend zu. An den Seiten befinden sich alle notwendigen Anschlüsse: 1x HDMI, 2x USB 3.0, 1x Strom, 1x Kopfhörerausgang und 2 Einschübe für diverse Speicherkarten. Apropo Strom: Im Lieferumfang enthalten war neben dem Netzgerät auch ein Kaltgerätestecker für Amerika. Wenn man das durch ein europäisches mit Schuko-Stecker austauscht funktioniert das Aufladen ohne zusätzliches Umstellen der Netzspannung problemlos. Ein Ladevorgang dauert etwa 2½ Stunden und genügt für 4-5 Stunden durchgehendes Arbeiten.

Intel Ultrabook i7-3667U, Tastatur

Auch das Tastaturlayout kann seine USA-Herkunft nicht leugnen. Allerdings ist mir das zunächst gar nicht aufgefallen, da ich sowieso blind tippe und den Unterschied zwischen Beschriftung und tatsächlicher Tastenfunktion nicht sofort bemerkt habe. Neben der 180GB SSD Festplatte sind noch 4GB Arbeitsspeicher und eine i7-3667U CPU (2.0 - 2.5GHz) mit Ivy Bridge verbaut - ein flottes Kerlchen!

Das Ultrabook liegt mit etwas über einem Kilo noch gut in der Hand und die leicht gummierte Oberfläche / Displayrückseite fühlen sich angenehm griffig an. Stellenweise stört das etwas billig wirkende Plastik am oberen Displayrand, aber für ein Referenz-Modell hat Intel sich hier einige Mühe gemacht und ein solides und zudem flottes Arbeitsgerät mir zur freien Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Wer das Gerät einmal Live sehen möchte, kann beispielsweise einfach nach einem Vortrag vorbei kommen, im September beispielsweise in Regensburg und auf der BASTA! in Mainz. :-)

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